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Wir als Antifaschistische Initiative, kurz AFI verstehen uns als ein Teil der Antifabewegung. Der Fokus unserer Arbeit richtet sich in erster Linie auf die faschistischen Tendenzen und rassistischen Zustände in der Region Höxter und anderswo. Die AFI geht zudem gegen Sexismus, Antisemitismus, Homophobie und andere Herrschaftsstrukturen dieser Gesellschaft vor. Wir stellen uns ein gemeinschaftliches Leben anders vor, als es in Deutschland Normalität ist. Vielen ist es nicht bewusst, dass es ein selbstbestimmtes, freies Leben ohne Zwänge und Herrschaft geben kann und gibt; mensch muss es nur realisieren. Gemeinsam können wir den alltäglichen Rassismus bekämpfen und uns selbst entfalten ohne anderen zu schaden.

In einer Gesellschaft wie wir sie uns wünschen, gibt es keine Macht, somit auch keine Herrschaft und keine daraus resultierenden hierarchischen Strukturen. Warum auch? Warum sollte es Menschen geben die Macht über andere ausüben? Warum sollte nicht die Stimme eines jeden Einzelnen gleich gewichtet, die gleiche Bedeutung zugeschrieben werden? Was gibt es gegen Selbstbestimmtheit, gegen Autonomie einzuwenden?
Als antifaschistische Gruppierung kritisieren wir das Gesamtkonstrukt Staat, Nation, Kapital. Wir verstehen den Staat als Instrument der Ausübung von Macht, die Nation als illusionären Raum, der dem Einzelnen suggeriert ein Stück dieses Machtkuchens zu besitzen und den Kapitalismus als materialistische Herrschaftsform, die eine moderne Sklaverei völlig legitim ermöglicht. Der Machthunger jedes Einzelnen ist dabei nichts weiter als ein anerzogenes Mittel um zu gehorchen, denn solange wir selbst befehligen, geben wir uns auch damit zufrieden, dass es Jemanden gibt der
an unseren Fäden zieht.
Unser Ziel ist nicht das größtmögliche Chaos, sondern ein harmonisches Miteinander. Wir sehnen uns nach einer emanzipatorischen Gesellschaft, in der alle Menschen in Freiheit leben können und in der kein Unterschied aufgrund ihrer Persönlichkeit oder äußeren Merkmale gemacht wird, was keineswegs deren Individualität einschränken soll. Jedem soll die Möglichkeit geboten werden die Welt in der er lebt mit zu gestalten. Jeder soll nach seinen Fähigkeiten handeln und nach seinen Bedürfnissen befriedigt werden. Ein friedliches Zusammenleben steht dabei an erster Stelle. Um eine solche Gesellschaft zu realisieren, ist es notwendig, dass die Menschheit eine Entwicklung vollzieht, die sie befähigt, die jetzige Ordnung hinter sich zu lassen. An diesem Punkt angekommen, wird es jedoch ein Leichtes sein die geschilderte Gesellschaft aufrecht zu erhalten, da die Keime für die Konflikte unserer heutigen Zeit ausgemerzt wären. Dabei ist uns bewusst, dass wir durch eine einzelne Demonstration keine Weltordnung umkrempeln können. Trotzdem ist es uns wichtig unsere Forderungen zum Ausdruck zu bringen, uns mit den Menschen die diese ebenfalls vertreten zu solidarisieren und damit Aufmerksamkeit zu gewinnen. Wenn wir zu Hause sitzen und unseren Arsch nicht in Bewegung bekommen würden, dürften wir uns auch nicht beschweren.


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