Schluss damit!

Antirassistische Demonstration gegen den Abschiebeknast in Büren am Samstag, 08.09.2012 um 12:00 Uhr

In Büren steht mit über 300 Haftplätzen das größte Abschiebegefängnis Deutschlands. Die Menschen, die hier eingesperrt sind, haben gegen kein Gesetz verstoßen. Sie sind in Haft, damit ihre Abschiebung sichergestellt werden kann. Sie haben ihr Land verlassen auf der Suche nach Sicherheit und einer Lebensperspektive. Seit Anfang der 90er Jahre arbeitet der deutsche Staat verstärkt daran, Einwanderung zu kontrollieren, zu steuern und zu bekämpfen.
Als der Rat der Stadt Büren Anfang der 90er die Wahl zwischen einer Unterkunft für Flüchtlinge und dem Abschiebeknast hatte, entschied er sich mit großer Mehrheit für den Knast. Fernab von jeder Öffentlichkeit, ausgestattet mit neuester Sicherheitstechnologie und umgeben von einer sechs Meter hohen Betonmauer befindet sich der Knast rund acht Kilometer von Büren entfernt in einem Waldgebiet. Das war den meisten wohl lieber, als Flüchtlinge die sich im Städtchen selbst aufhalten und bewegen. Büren ist ein Symbol für den heimlichen und unheimlichen Rassismus in Deutschland geworden.

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Erneut KC Konzert in Oberhausen

Bad Wünnenberg – Brilon-Madfeld – Oberhausen …

Für den 30. Juni 2012 hatte die extrem rechte Hooligan-Band „Kategorie C“ aus Bremen ein Konzert ursprünglich in Bad Wünnenberg (Kreis Paderborn) und dann in Brilon-Madfeld (Hochsauerlandkreis – Regierungsbezirk Arnsberg) geplant. Zuvor hatte die Polizei in den letzten zwei Jahren drei Konzerte der Band in Ostwestfalen-Lippe und im Landkreis Schaumburg – teilweise mit Verweis auf vermeintliche „Privatveranstaltungen“ – ungestört stattfinden lassen und so der extremen Rechten störungs- und protestfreie Erlebnisräume, in denen sich die Szene festigen und vergrößern kann, organisiert.

Antifaschistische Initiativen riefen dazu auf, gegen das Event am 30. Juni, das letztendlich in Oberhausen stattgefunden hat, zu protestieren und forderten die Polizei auf, das Konzert zu unterbinden.

„Danke für den schönen Konzertabend gestern in Oberhausen. Egal was die Antifabehörden gegen uns auffahren, wir finden immer einen Weg live zu spielen“, meldete „Kategorie C“ am 1. Juli 2012 im Internet. Diese Aussage stimmt schon nicht für die Vergangenheit, für die Zukunft sollte dieser und anderen Bands der extremen Rechten weiterhin Steine in den Weg gelegt werden.

Quelle

Aufruf: NS-Verherrlichung stoppen! Bad Nenndorf 04.08.2012

Deutschland – Niedersachsen – Bad Nenndorf: So it goes!

Am 04.08.2012 jährt sich der sogenannte „Trauermarsch“ der bundesweiten Neonaziszene in Bad Nenndorf (Niedersachsen) bereits zum 7. Mal!
Der Anlass für die Neonazis, die überwiegend aus dem „Freie Kräfte“-Spektrum stammen, sich Jahr für Jahr in der unscheinbaren Kleinstadt zu versammeln, ist den damals im Wincklerbad internierten Mitgliedern von NSDAP und SS zu gedenken. Ähnlich wie bei den früher statt gefundenen Rudolf-Hess-Gedenkmärschen ist das Ziel der Neonazis mit der Thematik, die mit dem Wincklerbad verbunden ist, den Mythos der Deutschen als Opfer weiter zu entwickeln, also Geschichtsrevisionismus zu betreiben, und diesen in die Öffentlichkeit zu tragen. Der Aufmarsch der Neonazis in Bad Nenndorf steht dabei im Kontext mit einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, welche versucht, die von den Deutschen verübten Verbrechen zu europäisieren und zu verharmlosen. Damit einhergehend wird die Verantwortung für die industrielle Vernichtung von über 6 Millionen Jüd*innen und anderen Menschen von der deutschen Politik dazu genutzt sich als „Aufarbeitungsweltmeister“ zu generieren, welcher aus der Geschichte gelernt hätte und nun nicht nur wieder als ernst zu nehmende Nation in der Staatengemeinschaft mitmischen, sondern auch ihren Konkurrent*innen Vorschriften machen kann.

Auf geht’s in die nächste Runde – Bad Nenndorf eskalieren lassen!
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Demo: FLA-FLA BLEIBT!

Geht es nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung, soll dem selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentrum FLA-FLA in Herford im Rahmen des städtischen Sozialabbaus ab 2013 die Förderung gestrichen werden. Darüber wird der Stadtrat Mitte des Jahres entscheiden.

Die Streichung der finanziellen Mittel könnte nach mittlerweile über 40 Jahren erfolgreicher Jugend- und Kulturarbeit das Aus für das Jugendzentrum FLA-FLA bedeuten.

Das JZ FLA-FLA ist eines der letzten selbstverwalteten Jugend- und Kulturzentren in OWL, das von Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst organisiert wird. Durch die auf dem Konsensprinzip aufbauende Selbstverwaltung wird ein Freiraum für ein selbstbestimmtes Freizeit- und Kulturangebot geschaffen, der seit mittlerweile drei Generationen von jungen Menschen aus der Region genutzt wird. Damit dieser Freiraum auch weiterhin zur Verfügung steht, müssen wir jetzt handeln.

Deshalb lasst uns am 26.5 gemeinsam, entschlossen und vielfältig gegen den städtischen Sozialabbau und für den Erhalt des JZ FLA-FLA demonstrieren.

Los geht’s um 13 Uhr am Bahnhof Herford.

*Selbstverwaltete und selbstbestimmte Freiräume ausweiten und erhalten- überall!

*Solidarität mit den vom Sozialabbau betroffenen Menschen in Herford und weltweit!

Veranstaltungstip:Workshop und Diskussion mit Andreas Kemper

Am Freitag den 15.6.2012 findet im Rahmen der Tagung „Soziale Ungleichheit in der Hochschule“ an der HAWK in Holzminden ein Workshop mit Andreas Kemper statt.Im Anschluss an den Workshop wird es ebenfalls Diskussionen zum Thema geben.Der Workshop wird im Rahmen des „Lux like Studium“ Studienprogramms der Rosa Luxemburg Stiftung organisiert und bietet zu dem Informationen für Studierende ohne akademischen Bildungshintergrund an.

Andreas Kemper war in den 1990er Jahren in der profeministischen Männerbewegung und in der Kommunebewegung aktiv. Ende der 1990er Jahre war er Mitherausgeber des „Profeministischen Männerrundbriefs“. 2003 initiierte Andreas Kemper die erste Vollversammlung von studierenden Arbeiterkindern an der Universtität Münster und gründete in der Folge das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende im AStA der Universtität Münster. Seit 2005 ist Kemper in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv und erstellte und betreut dort das Portal Diskriminierung. Im Januar 2010 gründete er das crossmediale Projekt The Dishwasher. Magazin für studierende Arbeiterkinder und 2011 führte er die 15. Konferenz der Working Class/ Poverty Class Academics erstmals in Deutschland durch, in dessen Folge sich ein deutsches Chapter der Gruppe Working Class/ Poverty Class Academics bildete.

Zu den bekannten Publikationen von Andreas Kemper zählen:

Klassenkörper, in: Arranca Nr. 40, August 2011

Interview (Jens Wernicke): Vom Rassismus und Sexismus zum Klassismus, Telepolis 11.10.2010

Opfer der Marktgesellschaft. Obdachlosenfeindlichkeit als klassistische Formation, in: Arranca Nr. 38, Juli 2008

1. Mai in Bielefeld

…und Veranstaltungen im April in Lemgo und Bielefeld:

1.mai bielefeld

Aufruf zur Demonstration: „Heraus zum 1.Mai!“ – Beteiligt Euch (an der Demonstration des DGB)!

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter_innenklasse entstand im 19. Jahrhundert infolge der Kämpfe um den 8- Stunden-Tag, als mehrere hunderttausende am 1. Mai 1886 in den USA streikten. Am 3. Mai 1886 wurde eine Demonstration in Chicago von Polizisten niedergeschlagen, zwei Arbeiter wurden dabei getötet. Infolgedessen gab es weitere Demonstrationen bei denen eine Bombe explodierte, wodurch sieben Polizisten getötet und weitere Polizist_innen und Demonstrant_innen verletzt wurden. Als Reaktion darauf gab es Verhaftungswellen, Zeitungs- und Versammlungsverbote, sowie weitere Repression gegen die anarchistisch geprägte Arbeiter_innenbewegung. Letztendlich wurde gegen acht Anarchisten Anklage erhoben, die Bombe geworfen zu haben, obwohl sie nachweislich nicht „schuldig“ waren. Vier von ihnen (August Spieß, Adolf Fischer, Georg Engel und Albert Pasons) wurden am 11. November 1887 vom Staat hingerichtet.
Zwei Jahre nach der Hinrichtung der Anarchisten, wurde der 1.Mai von der 2. Internationalen als Kampftag der Arbeiter_innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1886 begann in Chicago (Illinois, USA) ein mehrtägiger, von anarchistischen Arbeiter_innen organisierter Streik, um die tägliche Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden herabzusetzen.

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Friede, Freude, Eierkuchen?

Heute, am 30. März 2012 trafen sich Kriegstreiber_innen und –unterstützer_innen in der Höxteraner Innenstadt zum so genannten Rückkehrappell.

Auch lokale Berühmtheiten, wie der örtliche Pfarrdechant der Schulleiter des KWG, sowie natürlich der amtierende Bürgermeister ließen es sich nicht nehmen der ekelhaften Inszenierung nationalen Stolzes beizuwohnen und teilweise Reden zu halten.

Deutschland und ihre Streitkräfte brüsten sich gerne mit den Errungenschaften der modernen Kriegsführung um der Welt Frieden und Demokratie zu bringen, Terrorist_innen, Warlords und Terrorregimes in ihre Schranken zu weisen und das verängstigte deutsche Volk und Europa zu beruhigen und zu „beschützen“.
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Es ist keine Krise- es ist das System!” -Antikapitalistische Demonstration-

Samstag, 24.3.12 / 14 Uhr / Bahnhof Herford

Unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem befindet sich in turbulenten Zeiten. Betrachten wir die globale wirtschaftliche Entwicklung in den letzten Jahren, so reiht sich eine Wirtschaftskrise an die nächste. Auch aktuell befinden sich Europa und die EU im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ausnahmezustand. Auf immer neuen Krisentreffen beschließen Regierungen Rettungspakete, um ein zusammenbrechendes Wirtschaftssystem am Leben zu erhalten. Während die multinationalen Banken und Investmentfonds mit ihren hoch profitablen Spekulationsgeschäften Milliarden verdienen, sichert der Staat mit Steuergeldern in Form von Bürgschaften dieses absurde Finanzsystem ab. Auch die aktuellen Geschehnisse in Griechenland zeigen, wie internationale Finanzakteure mit Hilfe des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Union ihre wirtschaftlichen Interessen rücksichtslos gegen die in Griechenland lebenden Menschen durchsetzten, um weiterhin ihre riesigen Profite zu sichern. (mehr…)

Neonazi-Party in Lemgo

Nicht einmal eine Personalienfeststellung der Zusammenrottung
“Polizeiaufgebot schirmt Rechtsrock-Konzert ab” vermeldet die Lippische Landes-Zeitung in einem Artikel über ein Konzert am Samstagabend, 10. März, in Lemgo. Sie trifft den Nagel damit auf den Kopf und benennt hier auch gleich die beiden Probleme: Das Rechtsrock-Konzert und das Handeln oder eben auch nicht Handeln der Polizei. Doch von vorne.

“H.E.R.M.”

Ein junger unauffälliger Mann hatte nach Auskunft des Vermieters den Partyraum im Lemgoer Industriegebiet Grevenmarsch für eine private Feier gemietet, der Vermieter ahnte nichts Böses. Tatsächlich fand in den Räumen am Samstagabend keine “private Feier”, sondern ein Konzert mit der Gruppe “H.E.R.M.” statt. (mehr…)

Am 17.03. auf nach Velbert!

Was tun wenn’s schimmelt?
Gute Frage, nächste Frage! So oder so ähnlich scheint der Umgang der Behörden mit den Zuständen in der velberter Flüchtlingsunterkunft zu sein. Die katastrophalen Zustände unter denen Flüchtlinge in Velbert leben müssen, scheinen die Verantwortlichen wohl herzlich wenig zu beeindrucken. Auch die kritischen Fernsehenberichte von „WDR-Lokalzeit Bergisch Land“ und eine Kurzreportage von Sat1 zeigen kaum Auswirkungen auf Verantwortlichen in Velbert. Ganz im Gegenteil, der Leiter des Baudezernates der Stadt Velbert (Andreas Wendenburg) rechtfertigt die baulich desaströsen Zustände, indem er den Bewohner_innen der Flüchtlingsunterkunft unterstellt, sie könnten „…nicht normale Vorgehensweisen im Sanitärbereich ausüben“. In Anbetracht, das dies völlig belanglos ist im Bezug auf die gesundheitliche Gefahr, die durch den Schimmel an der Decke verursacht wird, gibt es keine Rechtfertigungen für einen solchen Umgang mit Menschen!
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