Nazikundgebung in OWL am 27. August?

Wie bekannt geworden ist, wollen Neonazis zur Mobilisierung für ihren nationalen „Antikriegstag“ am 03. September in Dortmund, am kommenden Samstag Kundgebungen in NRW abhalten.
Es wird vermutet, dass sie auch im Raum Ostwestfalen Halt machen wollen. Siehe: http://linksunten.indymedia.org/de/node/45573

Haltet die Augen auf!
Wenn es genauere Infos geben sollte, werden diese hier veröffentlicht.

Keinen Fußbreit den Faschisten!
Nazikundgebungen angreifen!

Kundgebung gegen Abschiebehaft in Büren

Solange der Knast in Büren steht werden wir wiederkommen!

Auch in diesem Jahr wollen wir den Protest gegen Abschiebehaft an Deutschlands größtem Abschiebeknast auf die Straße tragen. Dabei ist der 30. August auch ein symbolisches Datum: an diesem Tag starb vor nunmehr 12 Jahren der Marokkaner Rashid Sbaai in einer Arrestzelle des Bürener Knastes. Wir erinnern an seinen sinnlosen Tod, der ihn zu einem von vielen Opfern der bundesdeutschen Abschiebehölle machte.

Abschiebungen stoppen – Knäste schließen!

Abschiebungen und Migrationskontrollen sind Akte staatlicher Gewalt, die wir ablehnen. Wir stellen ihnen das Recht auf Bewegungsfreiheit und ungehinderte Mobilität gegenüber. Aus diesem Grund sind wir solidarisch mit allen Kämpfen für ein Bleiberecht in Europa, und mit allen Menschen, die ihr Recht auf Bewegungsfreiheit heimlich oder offensiv durchsetzen.
Jeder Mensch hat das Recht, sein Land zu verlassen und in ein anderes zu reisen. Wer kommen will, soll kommen dürfen! Wer bleiben will soll bleiben dürfen!
Abschiebehaft ist ein Instrument europäischer Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik, sie ist strukturelle Gewalt. Genau wie andere Sondergesetze für Migrant*innen in Deutschland dient sie alleine der Abschreckung und Einschüchterung. Sie wird benutzt, um Flüchtlinge gefügig zu machen, als Drohung und als Strafe. Etwa ein Drittel der Gefangenen sind sogar gegen geltendes Recht in Haft. Wir fordern den sofortigen Ausstieg aus der Abschiebehaft!
Kundgebung gegen Abschiebehaft am 30. August 2011 um 19:00 Uhr in Büren, Am Stöckerbusch

Kostenloser Busshuttle um 18:00 Uhr vom Hauptbahnhof Paderborn zum Kundgebungsort und wieder zurück!

Quelle : http://www.aha-bueren.de/

Bericht über Naziaktivitäten in Hamm


Naziaufmarsch in Bielefeld

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Aktuelle Infos gibts auf http://autonomeantifabielefeld.wordpress.com/

Neonazis wollen auch in Bielefeld marschieren

Wie bekannt geworden ist wollen Neonazis am 06.08.11 nach dem sogenannten „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf auch in Bielefeld aufmarschieren. Es liegt eine Anmeldung von 18.00-23.00 Uhr vor, die genaue Route ist noch nicht bekannt.
Also zuerst den Aufmarsch in Bad Nenndorf verhindern und anschließend den Nazis in Bielefeld einen heißen Empfang bereiten.

Naziaufmärsche verhindern!

Blockieren! Sabotieren! Eskalieren!

Sobald es neue Infos gibt, werden diese hier veröffentlicht.

Quelle: http://autonomeantifabielefeld.wordpress.com/

Pressemitteilung der Kampagne „Copy and Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg“ zur Kundgebung am 16.07.2011

Wie angekündigt konnten wir unsere heutige Kundgebung auf dem Bückeburger Martkplatz unter dem Motto „Same shit – different month“ friedlich und ohne größere Zwischenfälle durchführen. Zu dieser hatten wir aufgerufen, da es zu Beginn der Woche zu erneuten Übergriffen Bückeburger Neonazis gekommen war. Insbesondere ein Anschlag auf eine Wohnung, bei dem mit einer Stahlkugel eine Fensterscheibe zerschossen wurde zeugt von der ungeminderten
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Gewaltbereitschaft der rechten Szene. In der gut besuchten Innenstadt Bückeburgs erreichte die Veranstaltung, auch auf Grund des an diesem Wochenende stattfindenden Mittelalterspektakels, eine erfreulich große Außenwirkung. Angesichts der nur zweitägigen Mobilisierung sind wir mit der Größe der Versammlung jedoch zufrieden. Insgesamt zählten wir etwas weniger als 100 Teilnehmer_innen. Zudem zeigten sich etliche Passant_innen interessiert und konnten sich am Rande der Kundgebung anhand von Flugblättern, Transparenten und Redebeiträgen über unser Anliegen informieren.
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Eine Bückeburgerin äußerte sich besorgt über die wachsende rechte Szene in der Stadt. Sie erklärte ihr Sohn sei vor einigen Tagen selbst von Neonazis bedroht worden und verlasse nun insbesondere in den Abendstunden nur noch ungern das Haus. Daher sei es notwendig die Öffentlichkeit über solche Vorgänge zu informieren. Entgegen der Darstellungen der Polizei ist in diesem Zusammenhang zu konstatieren, dass in Bückeburg sehr wohl Angsträume existieren, in denen Jugendliche bedroht, gejagt und angegriffen werden. Eine Chronik solcher Ereignisse ist auf der Homepage des Bündnisses unter copyanpaste.blogsport.de einzusehen.
In den verschiedenen Redebeiträgen informierten das Bündnis „Copy and Paste“ sowie diverse antifaschistische Gruppen des „Antifainfoportals Weser-Deister-Leine“ über rechte Aktivitäten in Bückeburg. Sowohl die erneuten rechtsmotivierten Übergriffe, als auch die Verstrickungen der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ in das Netzwerk der regionalen Naziszene wurden thematisiert. Erfreulich war für uns die Beteiligung der „Schülerinitiative gegen Rechts“, einem Zusammenschluss von Schüler_innen aus Bückeburg und Umgebung, die in einem Beitrag die Situation, besonders an der Herder Realschule, aus ihrer Sicht schilderten.
Zu einem kleineren Zwischenfall kam es im Verlauf der Veranstaltung. Die Polizei verwies einen Schaulustigen am Rande der Kundgebung des Platzes, da dieser eine Gürtelschnalle in Form eines Schlagringes trug.
Pressesprecher Felix Imfeld zieht eine positive Bilanz: „Trotz der geringen Zeit, die uns zum Bewerben der spontan geplanten Kundgebung zur Verfügung stand, konnten wir die angepeilte Teilnehmer_innenzahl von 100 Personen nahezu erreichen. Sehr gefreut hat uns der positive Zuspruch einiger Bückeburger Bürger_innen. “
Da das Naziproblem in Bückeburg noch lange nicht gelöst ist, wird die Kampagne „Copy and Paste“ auch in Zukunft weiter tätig sein und sich aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

weitere Infos unter : http://copyandpaste.blogsport.de/

Kundgebung gegen Nazigewalt in Bückeburg

Am Samstag, den 16. Juli 2011 wird in Bückeburg aufgrund der anhaltenden Nazigewalt und Nazistraftaten kurzfristig eine antifaschistische Kundgebung stattfinden. Der Beginn der Sommerferien hat die scheinbare Ruhe vor Übergriffen und Gewalttaten von den Neonazis aus Bückeburg durchbrochen und es ist erneut zu massiven Anschlägen gekommen.

Deshalb ist für den kommenden Samstag um 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Bückeburger Marktplatz angemeldet.

Aktuelles zur Kundgebung sowie weitere Infos findet ihr unter:

http://copyandpaste.blogsport.de/

„Freiheits-Demonstration“ in Hamm?!

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OWL: „Westfalen-Nord“ – Zwischen modernisiertem Lifestyle, Disziplin und Tradition

BIELEFELD – Am 6. August wollen erneut mehrere Hundert Neonazis durch die niedersächsische Kurstadt Bad Nenndorf marschieren. Entscheidend an der Organisation des Aufmarsches beteiligt ist das neonazistische Netzwerk „Westfalen-Nord“ (WN). Unter diesem Namen tritt die ostwestfälisch-lippische Neonaziszene seit nunmehr zwei Jahren auf. Optisch modernisiert verfolgt die Szene einen „bürgerschaftlichen“ Ansatz, der auf Zuspruch aus der Bevölkerung setzt. Zugleich existieren weiterhin die alltägliche neonazistische Hetze gegen Ausländer und die Gewalt gegenüber dem politischen Gegner. Mit Marcus Winter ist seit letztem Jahr einer der wichtigsten Konzertveranstalter der Szene wieder auf freiem Fuß.

In Ostwestfalen-Lippe arbeitet seit Jahren eine aktive und aktionsorientierte Neonaziszene. Insbesondere der Bielefelder Kameradschaftsführer Bernd Stehmann trieb während der 1990er Jahre die Gründung zahlreicher „Freier Kameradschaften“ in der Region voran. Bis zum Jahr 2000 existierte ein Geflecht lokaler Kameradschaften, die miteinander informell bei den „Freien Nationalisten Ostwestfalen“ vernetzt waren.

Nachdem es im Verlauf der 2000er Jahre um die „Kameradschaft Bielefeld“ ruhiger geworden ist, übernahm insbesondere die „Kameradschaft Weserbergland“ um Stehmanns politischen Sprössling Marcus Winter die Vorherrschaft in der extremen Rechten der Region. Diese überaus aggressiv auftretende Gruppierung war unter anderem für die Entführung und Misshandlung eines jungen Antifaschisten im Jahr 2002 verantwortlich. Aufgrund drohender Repressionen löste sich die Kameradschaft 2005 offiziell auf und trat ab 2006 als „Nationale Offensive Schaumburg“ (NOS) auf.

Ab Mitte der 2000er Jahre konnte der neonazistischen Szene in OWL erfolgreich durch antifaschistische Initiativen und Protestaktionen Spielraum genommen werden. Im Jahr 2007 schlossen sich die zu dem Zeitpunkt kaum noch öffentlich auftretenden Kameradschaften Lippe und Gütersloh sowie die wieder einmal von einem Verbot bedrohte „Nationale Offensive Schaumburg“ zusammen. Fortan traten sie unter dem Namen „Nationale Sozialisten aus Ostwestfalen-Lippe und Schaumburg“ auf.

Regionale Bündelung

Im selben Jahr gründete sich die „Freie Kameradschaft Höxter“, die bis 2010 ein durch zahlreiche Haftstrafen führender Neonazis verursachtes Vakuum zu schließen wusste. Die Kameradschaft erlangte in Folge einer Unterwanderungsstrategie mediale Aufmerksamkeit. So fokussierte sie beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem Steinheimer Bürgermeister Joachim Franzke (CDU), um der angeblichen Ausländergewalt in Steinheim Herr zu werden. Franzke geriet in Folge dessen in die Kritik, da er sich erst nach mindestens zwei Treffen mit den Neonazis von jenen distanzierte.

Im Mai 2009 gründete sich „Westfalen-Nord“ (WN), ein weiterer Versuch, die in der ländlichen Region weit verstreuten Kräfte zwecks aktionsorientierter Kooperationen zu bündeln. Der Einschätzung, es handele sich bei WN um ein Aktionsbüro steht die Entwicklung entgegen, dass keine der früheren Kameradschaften noch unter eigenem Namen auftritt. Auch frühere Websites leiten nunmehr auf WN um oder sind abgeschaltet. Dies spricht dafür, dass WN auch basisorganisatorische Aufgaben erfüllt. Im Februar 2010 trat auch die FK Höxter dem Zusammenschluss bei.

Stilelemente „Autonomer Nationalisten“

Zwischenzeitlich schien die ostwestfälische Neonaziszene sich im Stile der „Autonomen Nationalisten“ (AN) zu präsentieren. Bereits 2008 veröffentlichte die FK Lippe unter dem Namen „Autonome Nationalisten Lippe“ Videos auf Youtube, die Sprühereien hinterlegt mit Rockmusik zeigten. Unter anderem wurde für den „Nationalen Antikriegstag“ 2008 in Dortmund geworben. Auch die FK Gütersloh zeigte deutliche Tendenzen einer Annäherung an die AN.

Die „Nationale Offensive Schaumburg“, die zwischenzeitlich als Vorreiter der AN-Szene in Niedersachsen galt, verkörperte einen revolutionären Habitus im Sinne der AN. Insbesondere der Einschüchterungsversuch eines Richters im Jahr 2007 macht dies überdeutlich. Auf der mittlerweile nicht mehr aktualisierten Homepage heißt es: „Vasallensklaven in Politik und Justiz versuchen den Umsturz mit ausreichend Gesinnungs- und Meinungsverboten zu verhindern, doch diese Verbote gelten nicht für uns! – Wir werden auch mit euch fertig, denn ihr und euer Scheiß-System geht uns am Arsch vorbei!“

Auch „Westfalen-Nord“ greift Aspekte der AN-Szene auf. Bei Demonstrationen wird ganz in Schwarz und mit revolutionären Parolen à la „A, Anti, Anticapitalista“ aufmarschiert. Anfang 2010 wurde zudem ein Video auf Youtube hochgeladen, das vermummte Gestalten bei konspirativen Aktionen zeigt; Sprayen, Aufkleber verkleben, Transparente hochhalten und bengalische Lichter zünden. Das Video wurde mittlerweile wieder gelöscht.

„Bürgerschaftlicher“ Ansatz

Stattdessen verfolgt WN mehr und mehr einen „bürgerschaftlichen“ Ansatz, der darauf fußt, gesellschaftliche Meinungen zu Themen aufzugreifen und im eigenen Sinn zu instrumentalisieren. So beispielsweise bei Themen wie Staatsverschuldung, Hartz IV oder gar im Rahmen einer Initiative gegen die GEZ („Der GEZ-Mafia den Kampf ansagen“), bei denen sich WN in antikapitalistischer Manier für die Verlierer dieser Prozesse (den „kleinen Mann“) einsetzt.

Diese Zuwendung hin zu den Bürgern geht noch weiter, etwa wenn WN sich gegen die Überfremdung ausspricht. Nicht nur wird vor kriminellen und gewalttätigen Ausländern gewarnt, wie etwa im Rahmen zahlreicher Flugblattaktionen. Weiter inszeniert sich WN auch als eine Art Bürgerwehr: „Nehmen Sie noch heute mit uns Kontakt auf und werden Sie aktiv, damit Sie und Ihr Eigentum endlich wieder sicher sind!“

Im Sinne ihres „bürgerschaftlichen“ Ansatzes ist auch die Homepage von WN auf den ersten Blick kaum als neonazistische Kameradschaftsseite zu erkennen. Hell und einladend gestaltet mit Fotos vom Hermannsdenkmal, Sparrenburg und Externsteinen im Banner, erinnert die Seite optisch zunächst eher an die einer Tourismusagentur. Erst am Seitenende findet sich ein Goebbels-Zitat und damit die eindeutige Positionierung zur NS-Ideologie: „Unser Ziel ist die Freiheit unseres Reiches und ein Reich der sozialen Gerechtigkeit in einer kommenden, glücklichen Zukunft“.

Genauso konsequent, wie um Zuspruch in der Bevölkerung geworben wird, so konsequent werden diejenigen bekämpft, die sich politisch gegen die Neonazis aus der Region stellen. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf linke Treffpunkte und alternativ aussehende Jugendliche.

Disziplin und Tradition

Ein entscheidender Aspekt des Selbstverständnisses von „Westfalen-Nord“ sind Disziplin und Tradition. Zwar hat man sich in den letzten Jahren insbesondere durch den AN-Lifestyle optisch modernisiert – Begriffe wie „E-Mail“ oder „T-Shirt“ gehen den Kadern dabei jedoch nicht über die Lippen. Man bleibt bei der klassischen „E-Post“ und beim „T-Hemd“.

WN sieht sich selbst als Gegenpol zu einer, wie die Neonazis es nennen, „Spaßgesellschaft“. In einem Beitrag kritisieren sie beispielsweise den Konsum von Alkohol, Drogen und das Wechseln von Sexualpartnern. Gleichzeitig verdeutlichen sie ihr Selbstbild, in dem sie sich primär als politische Soldaten und Aktivisten sehen: „Wir brauchen fanatische Eiferer für die es nichts als den Weg dieser Bewegung und ihren Idealen gibt. Die sich mit Leib und Leben der Sache verschrieben haben, und was wir nicht brauchen sind dauernd betrunkene armselige Lichter die ‚Nazi’ spielen.“

Der zentrale Event des Jahres ist für sie der Trauermarsch in Bad Nenndorf. Maßgeblich an der Organisation und Durchführung der seit 2006 stattfindenden Demonstration beteiligt sind Kader aus den Reihen von WN. Die Teilnehmerzahl der Demonstration wächst stetig an. Waren es 2006 noch 100, so zählte der letztjährige Aufmarsch bereits über 900 Teilnehmer. Mittlerweile konnte sich der Trauermarsch als neonazistisches Großereignis mit bundesweiter Mobilisierung etablieren. Ziel der Demonstration ist das Wincklerbad, das nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem als Gefängnis für deutsche Kriegsgefangene genutzt wurde. Ähnlich wie in Dresden, Magdeburg oder Remagen wird eine revisionistische Geschichtsdeutung dazu genutzt, Deutsche als Opfer alliierter Willkür und Verbrechen darzustellen, um von der eigenen Kriegsschuld abzulenken.

Musik als Köder

Das Thema Musik ist gewissermaßen Marcus Winters Steckenpferd. Nach seiner Haftentlassung im Frühjahr 2010 war er binnen kurzer Zeit an der Organisation zweier Rechtsrock-Konzerte beteiligt. Auch für WN scheint das Thema von Bedeutung zu sein. Auf Youtube veröffentlicht WN regelmäßig Musik von bekannten Rechtsrock-Bands wie „Sleipnir“ oder „Nordfront“. Mittlerweile umfasst die Sammlung auch Songs des aus der linken Szene „ausgestiegenen“ Neunazi-Rappers Makss Damage.

Auch in der Organisation von Konzerten wird WN nun präsenter. War dies in der Vergangenheit eher Aufgabe Winters, so wird für die „Transatlantik-Linie“, ein internationales Rechtsrockkonzert, das im Juli 2011 im Großraum Magdeburg stattfinden soll, auch von „Westfalen-Nord“ fleißig die Werbetrommel gerührt. Auf dem mutmaßlich von Winter organisierten Konzert treten neben „Nordfront“, „Sturmtrupp“ und „White Resistance“ auch „Youngland“ aus den USA und „Legion of St. George“ aus England auf.

Das Konzert ist eng verknüpft mit Bad Nenndorf, so wird bereits auf dem Konzert-Flyer für den diesjährigen Aufmarsch geworben. Weitere Mobilisierungsaktionen im Rahmen des Konzerts sind wahrscheinlich. Anders als in der Vergangenheit wird das Konzert diesmal nicht als Geburtstagsparty getarnt. Es gibt einen Vorverkauf und eine Abendkasse.

Politische Soldaten – taktisch zivilisiert

„Westfalen-Nord“ bündelt die in der Region verteilten Neonazis und homogenisiert sie. Der modernisierte Lifestyle und die Etablierung einer rechten Erlebniswelt durch Konzerte und Musik, verbunden mit Politik lassen die Szene attraktiver für junge Nachwuchskader erscheinen. Anders als bei AN-Gruppen aus dem Ruhrgebiet, steht bei WN jedoch nicht der Aktionismus im Vordergrund, sondern die NS-Ideologie und das Selbstbild als politischer Soldat. Dies schließt eine taktische Zivilisierung im Rahmen des „bürgerschaftlichen Engagements“ mit ein. (JB)

Quelle : http://nrwrex.wordpress.com/2011/07/08/owl-%E2%80%9Ewestfalen-nord%E2%80%9C-%E2%80%93-zwischen-modernisiertem-lifestyle-disziplin-und-tradition/

Polizei stürmt alte Pauline

Am Freitag dem 10.06. fand in Detmold in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Trauerfeier für einen gefallenen Soldaten in Afghanistan statt. Anwesend waren u.a. der amtierende Bundesminister der Verteidigung Thomas de Maizière und der Generalinspekteur der
Bundeswehr, General Volker Wieker.
Nicht weit entfernt vom Spektakel wurden im Vorfeld bundeswehrkritische Transparente an dem autonomen Zentrum „alte Pauline“ angebracht, um deutlich zu machen, dass es sich bei Soldaten nicht bloß um Opfer ihrer „Pflicht“ sondern um Täter handelt.
Diese wurden mit Hilfe eines Leiterwagens der Feuerwehr entfernt.
In den darauf folgenden Stunden waren immer wieder Menschen der Polizei und Bundeswehr um das Gebäude herum zu sehen, und die alte Pauline wurde permanent bis zum Beginn der Trauerfeier überwacht.
Noch lange vor Beginn der Trauerfeier fühlten sich wohl einige Teilnehmer*innen belästigt, da in dem autonomen Zentrum, welches einige hundert Meter vom Veranstaltungsort entfernt ist Musik lief. Die Musik wurde bereits nach kurzer Zeit wieder abgeschaltet. Kurz darauf brach die Polizei die Eingangstür des Gebäudes auf und zerstörte das Schloss. Später wurde ein neues Schloss eingesetzt. Der entsprechende Schlüssel sei bei der Polizei abzuholen. Ebenso wurde eine Zwischentür aus Holz zerschlagen, bevor die Beamt*innen sich entschieden, doch den Weg durch eine offene Tür zu nehmen.
Im Haus nahm die Polizei mehrere Menschen fest. Dabei zerstörte sie u.a. die Boxen einer Musikanlage. Die Betroffenen wurden in Handschellen abgeführt und in das 20km entfernte Bad Salzuflen in Gewahrsam gebracht, wo sie über mehrere Stunden verweilen mussten.
Wir wollen betonen: Wir finden es auch nicht lustig wenn Menschen sterben. Im Gegenteil, wir finden es zum kotzen. Aber deutsche Soldaten sind nicht nur Opfer, sondern Täter.
Wir finden es erbärmlich, dass Menschen in den Tod geschickt werden um die Interessen der Herschenden zu verteidigen. Die Bundeswehr ist nicht in Afghanistan um „unsere Freiheit“ und Menschenrechte zu verteidigen, sonst wäre sie ja auch woanders.(auch da würden wir sie nicht gutheißen) An dieser Stelle sei auf den ehemaligen Bunespräsi Horscht Köhler verwiesen, der ausgesprochen hat, was längst klar ist. Dass Krieg auch ein Mittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen sei.
Wer immernoch glaubt, dass Krieg ein Mittel zur Durchsetzung von Menschenrechten sei, sollte sich fragen, warum diese denn am Hindukusch verteidigt werden müssen obwohl sie an den europäischen Außengrenzen nichtmals eingehalten werden!

Wir wehren uns entschieden gegen das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei.
Abgesehen davon, dass das Vorgehen seitens der Repressionsorgane juristisch sehr strittig sein dürfte, sehen wir es als unser gutes Recht gegen einen Heldenkult zu protestieren, welcher immer wieder auch “zivile“ Opfer zu verantworten hat. Diese sind kein Kollateralschaden, sondern wichtiger psychologischer Bestandteil der menschenverachtenden Kriegsmaschinerie.
Unser Mitleid gilt den Hinterbliebenen des Verstorbenen, aber es hindert uns nicht immer wieder zu betonen: Soldaten sind Mörder!
Feuer und Flamme der Repression

HIER gibt es einen Erlebnisbericht von einer Person, die den Vorgang von außen beoabachtet hat. Eine ausführliche Stellungnahme wird in Kürze folgen




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