
Ein Staat muss tun , was ein Staat tun muss?
Dass die Unterbringung in Häusern mit solch katastrophalen Zuständen kein Zufall ist, kann nicht geleugnet werden. Viel mehr spiegelt dies den rassistischen Tenor der deutschen Gesellschaft und Politik wider. Lebensmittelgutscheine, Residenzpflicht und rassistische Personenkontrollen bestätigen ebenfalls den xenophoben Konsens und gehören zum diskriminierenden Alltag von Flüchtlingen in Deutschland. Auch der Mord an Oury Jalloh, in einer dessauer Polizeizelle, sowie der rassistische Polizeieinsatz gegen einen dunkelhäutigen Demonstrationsteilnehmer am 04.02.2012 in Velbert unterstreichen die Ablehnung gegen „Nichtdeutsche“, die besonders auch von der Polizei praktiziert wird.
Das Grundrecht auf Asyl wurde 1993 faktisch durch eine Grundgesetzänderung der CDU, CSU, FDP und Anderen mit einer Zweidrittelmehrheit im Bundestag abgeschafft. Nebenbei wurde das Asylbewerberleistungsgesetzes eingeführt und somit eine fast unüberwindbare Barriere für Asylsuchende geschaffen. Erwünscht ist nur, wer der Wirtschaft, dem Standort nutzt und als Humankapital verwertbar ist. Gerade auch in Zeiten der Krise müssen die „Deutschen“ als Volk an einem Strang ziehen und können sich keine „Sozialschmarotzer“ leisten. Diesem Trend im Sinne des Vaterlands, der deutschen Wirtschaft und des eigenen Sozialneids gilt es entgegen zu treten!
Wir arrangieren uns nicht mit der rassistischen Grundstimmung in Deutschland und der Festung Europa!
Wir haben keinen Bock auf die Herrschaft von Staat, Nation und Kapital!
Grenzen abschaffen, Nationen auflösen, solidarischen Alltag organisieren!
Krieg den Hütten! Paläste für alle!
Wir rufen alle Menschen auf sich an der Demo am 17.03.2012 in Velbert zu beteiligen!
So auch unsere Freunde des nationalen Widerstands Ostwestfalen-Lippe, die uns unbedingt schreiben wollten. Bravo!
„Hallöchen, vielen dank an euch das ihr uns so viel über euch auf
Facebook verraten habt Namen etc. behilflich war uns dabei die *******!Wir raten euch
eins haltet euch zurück denn wir haben jetzt namen und adressen von euch!!! Dies
kann ins auge gehen falls ihr euch falsch verhaltet!! Also bleibt ruhig und haltet
euer Maul denn hausbesuche können weh tun und wehe es taucht noch ein Bild in weißer
Maske von euch im Netz auf…das wisst ihr ganz genau!!Einen schönen Gruß und viel Gesundhzeit wünscht euch der Widerstand Ostwestfalen-Lippe
FREI-SOZIAL-NATIONAL!“
Achja, das Lob: Danke, danke, dass solch intelligente Widerstandswelpen, wie ihr so wundervoll persönliche Daten von „uns“ gesammelt habt … über Facebook.
Ob diese Daten richtig sind lassen wir euch selbst herausfinden.
Derweil wird hier niemandes Mund verboten bis wir das Patent auf eure Masken vorgelegt bekommen!
In diesem Sinne:
Am 13. April 2011 berichtete das Polizeipräsidium Bielefeld in einer „Vorbemerkung“ der Jahresbilanz 2010 des Polizeilichen Staatsschutzes für den Bereich Ostwestfalen-Lippe von der „Auflösung“ der „Freien Kameradschaft Höxter“ (FK). Antifaschistische Initiativen können eine „Auflösung“ der FK Höxter ausdrücklich nicht bestätigen:
Hetzparolen gegen Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten, den Holocaust befürwortende Schmierereien, Todesdrohungen und gewalttätige Überfälle auf Andersdenkende – seit einigen Jahren existiert eine junge und überaus aktive Neonazi-Szene in den Landkreisen Höxter und Paderborn.
Die „Mitglieder“ der FK Höxter sind 18 bis 27 Jahre alt und wohnen und leben nicht nur in Höxter, Brakel, Steinheim, Hameln, Holzminden, Lügde und Paderborn, sondern auch in ländlichen Gemeinden wie zum Beispiel Bergheim oder Lichtenau.
Organisationsstruktur
Den Kern der Szene bildet derzeit eine gefestigte Neonazi-Gruppierung von rund 25 bis 30 Personen. Die Gruppe ist dem Spektrum der „Freien Kameradschaften“ und der „Autonomen Nationalisten“ (AN) zuzurechnen und einiger ihrer Aktivisten traten erstmals Ende 2006 unter dem Namen „Nationale Front Steinheim“ mit einer Internetpräsenz in Erscheinung. Wechselnden Selbstbezeichnungen wie „Sturm Höxter“ oder „Autonome Nationalisten Höxter / Paderborn“ folgten.
Am 6. August 2011 nahmen erneut Neonazis aus dem Umkreis der FK Höxter am neonazistischen „Trauermarsch“ durch die niedersächsische Kurstadt Bad Nenndorf teil. Entscheidend an der Organisation des Aufmarsches beteiligt war das nach dem alten Gau der NSDAP benannte neonazistische Netzwerk „Westfalen-Nord“ (WN). Unter diesem Namen tritt die Neonazi-Szene aus Ostwestfalen-Lippe und dem Landkreis Schaumburg seit nunmehr über zwei Jahren auf.
Bereits im Januar 2010 war die FK Höxter in Bergheim Gastgeber eines bundesweiten Vorbereitungstreffens mit 120 Teilnehmenden für den neonazistischen „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf, an dessen Planung sie federführend beteiligt war.
Regionaler Akteur FK
Als sich die FK Höxter im Jahre 2007 gründete, wusste sie ein durch zahlreiche Haftstrafen führender Neonazis verursachtes Vakuum zu schließen. Sie erlangte in Folge einer Unterwanderungsstrategie mediale Aufmerksamkeit. So fokussierte sie beispielsweise eine Zusammenarbeit mit dem Steinheimer Bürgermeister Joachim Franzke (CDU), um der angeblichen „Ausländer-Gewalt“ in Steinheim Herr zu werden. Franzke geriet in Folge dessen in die Kritik, da er sich erst nach mindestens zwei Treffen mit den Neonazis von jenen distanzierte.
Die Gründung von WN im Mai 2009 war ein Versuch, die in der ländlichen Region weit verstreuten Kräfte zwecks aktionsorientierter Kooperationen zu bündeln. Im Februar 2010 trat auch die FK Höxter dem Zusammenschluss bei.
WN und die FK Höxter treten im Stile der „Autonomen Nationalisten“ (AN) auf, bei Demonstrationen wird ganz in Schwarz und mit revolutionären Parolen à la „A, Anti, Anticapitalista“ aufmarschiert.
NS-Verherrlichung und rechte Lebenswelt
Die FK Höxter bezeichnet sich selbst als „Nationale Sozialisten“, bei näherer Betrachtung ihrer Propaganda und durchgeführter Aktionen wird schnell klar, dass hier nur aus juristischen Gründen nicht die Bezeichnung „Nationalsozialisten“ gewählt wurde. Die Kameradschaft ist eine parteiunabhängige, neonazistische Gruppe mit einem hohen Aktions- und Gewaltpotential. Zu ihren Aktionen gehört die Teilnahme an regionalen und überregionalen Demonstrationen, das Verteilen von Flugblättern und „Heldengedenken“, aber auch das Organisieren einer rechten Lebenswelt in Form von Konzerten und Treffen.
Für die Szene organisierten Aktivisten der FK Höxter auch mehrere Konzerte und Liederabende, so im September 2008, im Oktober 2009 und Januar 2010 bei Höxter und im Februar 2009 in Augustdorf, deren Gewinn für die Unterstützung inhaftierter Neonazis oder politische Aktionen verwendet wurde. Einzelne Aktivisten der Kameradschaft betreiben auch einen schwunghaften Handel mit Rechtsrock-CDs.
Neonazistische Gewalt
Konsequent werden auch diejenigen bekämpft, die sich politisch gegen die Neonazis aus der Region stellen. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf linke Treffpunkte, Antifaschistinnen und Antifaschisten oder alternativ aussehende Jugendliche. Zuletzt am 2. Mai 2011 verurteilte das Schöffengericht beim Amtsgericht Höxter nach dreitägiger Verhandlung vier Neonazis aus Steinheim, Bad Driburg und Lichtenau wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung zu Bewährungsstrafen beziehungsweise zu einem dreiwöchigen Dauerarrest. Vermummt und mit Knüppeln bewaffnet hatten die Aktivisten der FK Höxter am 16. Januar 2010 vor der Gaststätte „Posträuber“ in Bad Driburg zwei Personen niedergeschlagen.
Die FK Höxter wird seit 2008 beziehungsweise 2009 vom Nordrhein-Westfälischen Verfassungsschutz, dem Polizeilichen Staatsschutz Ostwestfalen-Lippe (Regierungsbezirk Detmold) und länderübergreifend auch vom Fachkommissariat Staatsschutz der Polizeiinspektion Nienburg / Schaumburg beobachtet.
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Auch gegen das Nazi-Fest in Thüringen haben Antifaschist_Innen Proteste organisiert. Wir begrüßen die Initative der Genoss_Innen aus Göttingen und Eichsfeld und rufen alle Menschen, die nicht nach Dortmund kommen, dazu auf, die Aktionen in Leinefelde zu unterstützen.

Infos gibts auf :
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Hier könnt ihr das neue Album von Johnny Mauser kostenlos downloaden :
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