Archiv der Kategorie 'Solidarität'

Demo und Soliparty in Paderborn

Der Kampf um ein Autonomes Zentrum in Paderborn geht weiter! Seit 40 Jahren versuchen politische Aktivist_innen dem Paderborner Kulturnotstand durch ein AZ entgegen zu treten. Sieben Versuche scheiterten an der ignoranten und konservativen Haltung der Stadtverwaltung, die es mit ihrer Null-Toleranz-Politik und der stetigen Kriminalisierung der Aktivist_innen schaffte, den Traum nach Freiraum durch Lügen. Hetze und gewaltsame Räumungen zu zerstören. Zwar leistet sich die Stadt Paderborn für stolze 23 Mio. Euro ein neues Theater, spart aber an der Jugendkultur. So z.B. dürfen aus Kostengründen Samstags keine Veranstaltungen mehr im städtischen Jugendzentrum „MultiCult“ stattfinden und der einzige andere Veranstaltungsort, der für bezahlbare Veranstaltungen genutzt werden könnte, die Kulturwerkstatt, ist oft ausgebucht. Aufgrund dessen haben sich erneut einige Menschen zusammengeschlossen um der Jugend- und Gegenkultur wieder Raum zu verschaffen. Um unserer Forderung nach Freiräumen Nachdruck zu verleihen, werden wir am Samstag, den 02. Februar 2012 gemeinsam auf die Straße gehen.

Danach wollen wir den Tag noch mit einer Soliparty ausklingen lassen.Wir freuen uns schon auf euch!
solirabatz

capture the flag- Soliparty

capture the flag

Nationalismus und Party passen nicht zusammen – zumindest nicht für uns!
Somit wollen wir mit euch zusammen eine 100% schlandfreie Soliparty feiern.
Am 01.12. werden wir unseren Gästen den letzten Funken Schland aus dem Kopf bassen. Los gehts ums 22 Uhr im Stilbrvch in Göttingen.
Freut euch auf :

Mikroklubbing
http://soundcloud.com/mikroklubbing

Hin und Wieder (Deeptech/Minimal)

K.Putt (Minimal)
https://www.facebook.com/pages/K-Putt/247702228621198


Eure ASJ Göttingen

und
Anifaschistische Initiative Höxter

Lautstark für Bewegungsfreiheit

Bei strahlendem Sonnenschein demonstrierten am Samstag etwa 200 Menschen auf dem Marktplatz in Büren gegen die Abschiebung von Asylbewerber*innen und deren Inhaftierung in der JVA Büren. Aufgerufen hatten mehrere Initiativen aus OWL. Nach dem Demonstrationszug fuhren die Teilnehmer*innen mit Autos und Bussen zum Abschiebegefängnis, gegen das sich der Protest richtete. Laut Polizeiangaben verlief die Demonstration friedlich.

Kritik übten die Demonstrant*innen nicht nur an der Abschiebehaft, sondern darüber hinaus an den vielfältigen Beeinträchtigungen, denen Asylbewerber in Deutschland ausgesetzt sind. Rex Osa, ein Aktivist der Flüchtlingsselbstorganisation The Voice Forum geißelte in einer kämpferischen Rede die sogenannte Residenzpflicht, ein Gesetz, das es Asylsuchenden verbietet, ein festgelegtes Gebiet zu verlassen und beschwor die Einheit der Kämpfe von Flüchtlingen und deren Unterstützer*innen.
Hagen Kopp von kein mensch ist illegal skizzierte in seinem Redebeitrag die Einbettung der deutschen Flüchtlingspolitik in den europäischen Rahmen. Er kritisierte insbesondere die europäische Grenzschutzagentur FRONTEX, die regelrecht Jagd auf Flüchtlinge mache, und forderte das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle Menschen.
Frank Gockel, Sprecher des Vereins Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V., forderte die Politik auf, endlich aktiv zu werden und die Abschiebehaft abzuschaffen. Während es aus anderen Bundesländern ermutigende Zeichen in dieser Richtung gebe, seien der Landesregierung in NRW die Abschiebehäftlinge wohl egal. Er schilderte nochmal eindringlich den Alltag der Häftlinge, die lediglich eingesperrt werden, um einen Verwaltungsakt, nämlich die Abschiebung, zu erleichtern, und erinnerte an den 1999 in der JVA Büren verstorbenen Rashid Sbaai. (mehr…)