Am Freitag den 15.6.2012 findet im Rahmen der Tagung „Soziale Ungleichheit in der Hochschule“ an der HAWK in Holzminden ein Workshop mit Andreas Kemper statt.
Im Anschluss an den Workshop wird es ebenfalls Diskussionen zum Thema geben.Der Workshop wird im Rahmen des „Lux like Studium“ Studienprogramms der Rosa Luxemburg Stiftung organisiert und bietet zu dem Informationen für Studierende ohne akademischen Bildungshintergrund an.
Andreas Kemper war in den 1990er Jahren in der profeministischen Männerbewegung und in der Kommunebewegung aktiv. Ende der 1990er Jahre war er Mitherausgeber des „Profeministischen Männerrundbriefs“. 2003 initiierte Andreas Kemper die erste Vollversammlung von studierenden Arbeiterkindern an der Universtität Münster und gründete in der Folge das Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende im AStA der Universtität Münster. Seit 2005 ist Kemper in der deutschsprachigen Wikipedia aktiv und erstellte und betreut dort das Portal Diskriminierung. Im Januar 2010 gründete er das crossmediale Projekt The Dishwasher. Magazin für studierende Arbeiterkinder und 2011 führte er die 15. Konferenz der Working Class/ Poverty Class Academics erstmals in Deutschland durch, in dessen Folge sich ein deutsches Chapter der Gruppe Working Class/ Poverty Class Academics bildete.
Zu den bekannten Publikationen von Andreas Kemper zählen:
Klassenkörper, in: Arranca Nr. 40, August 2011
Interview (Jens Wernicke): Vom Rassismus und Sexismus zum Klassismus, Telepolis 11.10.2010
Opfer der Marktgesellschaft. Obdachlosenfeindlichkeit als klassistische Formation, in: Arranca Nr. 38, Juli 2008
Heute, am 30. März 2012 trafen sich Kriegstreiber_innen und –unterstützer_innen in der Höxteraner Innenstadt zum so genannten Rückkehrappell.
Auch lokale Berühmtheiten, wie der örtliche Pfarrdechant der Schulleiter des KWG, sowie natürlich der amtierende Bürgermeister ließen es sich nicht nehmen der ekelhaften Inszenierung nationalen Stolzes beizuwohnen und teilweise Reden zu halten.
Deutschland und ihre Streitkräfte brüsten sich gerne mit den Errungenschaften der modernen Kriegsführung um der Welt Frieden und Demokratie zu bringen, Terrorist_innen, Warlords und Terrorregimes in ihre Schranken zu weisen und das verängstigte deutsche Volk und Europa zu beruhigen und zu „beschützen“.
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Nicht einmal eine Personalienfeststellung der Zusammenrottung
“Polizeiaufgebot schirmt Rechtsrock-Konzert ab” vermeldet die Lippische Landes-Zeitung in einem Artikel über ein Konzert am Samstagabend, 10. März, in Lemgo. Sie trifft den Nagel damit auf den Kopf und benennt hier auch gleich die beiden Probleme: Das Rechtsrock-Konzert und das Handeln oder eben auch nicht Handeln der Polizei. Doch von vorne.
“H.E.R.M.”
Ein junger unauffälliger Mann hatte nach Auskunft des Vermieters den Partyraum im Lemgoer Industriegebiet Grevenmarsch für eine private Feier gemietet, der Vermieter ahnte nichts Böses. Tatsächlich fand in den Räumen am Samstagabend keine “private Feier”, sondern ein Konzert mit der Gruppe “H.E.R.M.” statt. (mehr…)
Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass es auch dieses Jahr wieder eine Demo in Höxter gibt!
Alle wichtigen Informationen findet ihr ab jetzt auf www.discrimination.de.vu oder auf dieser Seite!

Wie angekündigt konnten wir unsere heutige Kundgebung auf dem Bückeburger Martkplatz unter dem Motto „Same shit – different month“ friedlich und ohne größere Zwischenfälle durchführen. Zu dieser hatten wir aufgerufen, da es zu Beginn der Woche zu erneuten Übergriffen Bückeburger Neonazis gekommen war. Insbesondere ein Anschlag auf eine Wohnung, bei dem mit einer Stahlkugel eine Fensterscheibe zerschossen wurde zeugt von der ungeminderten

Gewaltbereitschaft der rechten Szene. In der gut besuchten Innenstadt Bückeburgs erreichte die Veranstaltung, auch auf Grund des an diesem Wochenende stattfindenden Mittelalterspektakels, eine erfreulich große Außenwirkung. Angesichts der nur zweitägigen Mobilisierung sind wir mit der Größe der Versammlung jedoch zufrieden. Insgesamt zählten wir etwas weniger als 100 Teilnehmer_innen. Zudem zeigten sich etliche Passant_innen interessiert und konnten sich am Rande der Kundgebung anhand von Flugblättern, Transparenten und Redebeiträgen über unser Anliegen informieren.

Eine Bückeburgerin äußerte sich besorgt über die wachsende rechte Szene in der Stadt. Sie erklärte ihr Sohn sei vor einigen Tagen selbst von Neonazis bedroht worden und verlasse nun insbesondere in den Abendstunden nur noch ungern das Haus. Daher sei es notwendig die Öffentlichkeit über solche Vorgänge zu informieren. Entgegen der Darstellungen der Polizei ist in diesem Zusammenhang zu konstatieren, dass in Bückeburg sehr wohl Angsträume existieren, in denen Jugendliche bedroht, gejagt und angegriffen werden. Eine Chronik solcher Ereignisse ist auf der Homepage des Bündnisses unter copyanpaste.blogsport.de einzusehen.
In den verschiedenen Redebeiträgen informierten das Bündnis „Copy and Paste“ sowie diverse antifaschistische Gruppen des „Antifainfoportals Weser-Deister-Leine“ über rechte Aktivitäten in Bückeburg. Sowohl die erneuten rechtsmotivierten Übergriffe, als auch die Verstrickungen der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ in das Netzwerk der regionalen Naziszene wurden thematisiert. Erfreulich war für uns die Beteiligung der „Schülerinitiative gegen Rechts“, einem Zusammenschluss von Schüler_innen aus Bückeburg und Umgebung, die in einem Beitrag die Situation, besonders an der Herder Realschule, aus ihrer Sicht schilderten.
Zu einem kleineren Zwischenfall kam es im Verlauf der Veranstaltung. Die Polizei verwies einen Schaulustigen am Rande der Kundgebung des Platzes, da dieser eine Gürtelschnalle in Form eines Schlagringes trug.
Pressesprecher Felix Imfeld zieht eine positive Bilanz: „Trotz der geringen Zeit, die uns zum Bewerben der spontan geplanten Kundgebung zur Verfügung stand, konnten wir die angepeilte Teilnehmer_innenzahl von 100 Personen nahezu erreichen. Sehr gefreut hat uns der positive Zuspruch einiger Bückeburger Bürger_innen. “
Da das Naziproblem in Bückeburg noch lange nicht gelöst ist, wird die Kampagne „Copy and Paste“ auch in Zukunft weiter tätig sein und sich aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.
weitere Infos unter : http://copyandpaste.blogsport.de/