Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Rostock-Lichtenhagen, August 1992: Über mehrere Tage wütet ein rassistischer Mob aus „braven“ Deutschen und organisierten Neonazis gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge und ein Wohnheim ehemaliger vietnamesischer DDR-Vertragsarbeiter_innen. Steine und Molotov Cocktails flogen – das es in diesen Tagen keine Toten gab, war pures Glück. Der Staat ließ die Brandstifter gewähren.

Zynisch nutzten die großen Volksparteien das Pogrom, um die lang diskutierte Änderung des Artikels 16 zu vollziehen. Kurz gesagt: Die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl.

Diesen August jährigen sich die Ereignisse von Rockstock-Lichtenhagen zum zwanzigsten mal. Aus gegebenen Anlass und der Notwendigtkeit heraus, dass Rassismus immer noch den Alltag vieler Menschen in Deutschland prägt und tief in der Mitte der Bevölkerung seinen Ursprung findet, dokumentieren wir an dieser Stelle die Progrome von Rockstock-Lichtenhagen mit dem Film „The truth lies of rostock“

Vielen Dank an die Genoss*innen der Antifa Euskirchen / Eifel für die Bereitstellung des Films.